AUTO CLASSIC 5/2019: Kennzeichen G

Volkswagen mit G-Lader – die große Story in der AUTO CLASSIC 5/2019. Mit tollen Fotos von auf dem Contidrom! 10 Seiten geballte Story rund um die G-Lader-Modelle.
Leider haben sich ein paar haarsträubende Fehler (beim Polo G40) eingeschlichen, aber sehens- und lesenswert ist die Story allemal. Wie immer fantastische Bilder hat Fotograf Henning Scheffen in der Steilkurve gemacht, alleine dafür lohnt sich der Heft-Kauf. Warum es der Corrado nur als Fotomontage in die Story geschafft hat, erfährt der Leser leider nicht.
In eigener Sache: anhand der großen medialen Wahrnehmung der G-Lader-Modelle muss man sich schon die Frage stellen, warum das Thema G-Lader seitens Volkswagen zum Teil so stiefmütterlich begleitet wird. Man kann den Eindruck gewinnen, dass man den Mythos des seinerzeit „besseren GTI“ gerne aufnimmt, aber ein Konzept zur nachhaltigen Ersatzteilversorgung ist nach wie vor nicht in Sicht.

G-Lader Rekord-Hattrick

Zur Techno Classica in Essen hat Volkswagen Classic den Rekord-Corrado aus der Sonderausstellung im Volkswagen AutoMuseum geholt und mit anderen Rekordfahrzeugen ausgestellt. Und was schon mehrfach durch mich angeregt wurde, ist Wirklichkeit geworden: es wurde über den Rekorde-Hattrick berichtet, der mit Polo G40 (1985), Golf G60 (1987) und Corrado G60 (1988) die damals neue G-Lader-Technik in aller Munde brachte. Der Bericht ist in einem Sonderbooklet erschienen, welches für die Techno Classica gedruckt vorlag und inzwischen auch online als PDF zum Download verfügbar ist.

Auszug aus dem Booklet „Mission Maximum“
(C) Volkswagen AG / Volkswagen Classic

Samstag besuchte die Messe auch ein alter Bekannter: Rallye- und Rennfahrer Jochi Kleint, der damals selber mehrere Rekordwagen pilotierte.

Corrado G60 Weltrekord

August 1988. Auf der 20,8 Kilometer langen Hochgeschwindigkeits-Teststrecke Ehra-Lessien drehen zwei VW Corrado G60 ihre Runden. „Pedal to the metal“ über Stunden, Vollgas mit über 270 km/h in die Steilkurve, Boxenstopps mit Vollbetankung und Fahrerwechsel dauern nur Sekunden. Der größtmöglich vorstellbare Stresstest für Mensch und Maschine. Am Ende stehen sechs neue Rekorde in den FIA-Listen, dahinter die Modellbezeichnung „VW Corrado“.

Verständlich, dass mich diese Rekordvariante des Corrado schon immer fasziniert hat. Umso mehr habe ich mich gefreut, als angekündigt wurde, eines der Fahrzeuge werde im Rahmen der neuen Sonderausstellung „Wüstenwinde aus Osnabrück. VW Scirocco und Corrado“ im Volkswagen AutoMuseum ausgestellt. Nach vielen Jahren im der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Außenlager darf der Weltrekord-Corrado wieder raus und erzählen, wie er vor über 30 Jahren Automobilgeschichte schrieb.

Natürlich war ich schon am Eröffnungstag direkt in Wolfsburg und habe Fotos sowie das nachfolgende Video mitgebracht. Meine gesammelten Informationen habe ich hier in eine neue Unterseite zum VW Corrado G60 Weltrekord verdichtet. Viel Spaß damit!

VW Scirocco & Corrado Sonderausstellung

„Die große Sonderschau „Wüstenwinde aus Osnabrück. Scirocco & Corrado.“ wartet vom 28. Februar bis 18. August 2019 mit der Historie des ersten sportlichen Coupés und seinen Nachfolgern mit Serienmodellen, aber vor allem raren Modellen wie Cabrio-Umbauten, Kombiversionen oder Hochleistungsmodellen auf.“

Text und Bild (C) Volkswagen AG / Volkswagen AutoMuseum

Das Volkswagen AutoMuseum in Wolfsburg eröffnet am 28. Februar 2019 eine neue Sonderausstellung mit Volkswagen-Schwerpunkt. Zu sehen sind einige sehr seltene und besondere Fahrzeuge aus den Sportcoupé-Baureihen Scirocco und Corrado. Karosserie-Formen wie Cabrio, Breitbau und Shooting-Brake sind ebenso vertreten wie besondere Antriebskonzepte mit Hochleistungsaggregaten und Bi-Motor. G-Lader.info wird selbstverständlich berichten.

Anschrift:
Volkswagen AutoMuseum
Dieselstraße 35
38446 Wolfsburg
Eintrittspreise und Öffnungszeiten siehe
https://www.automuseum-volkswagen.de

Fahrverbote: Großangriff auf die Reparaturkultur

Im Jahr 2020 kann der VW Polo G40 (Facelift) das H-Kennzeichen bekommen

„Diesel-Fahrverbot“ – ein Kandidat für das Unwort des Jahres? Das wäre möglich und wenn dann auch nicht der größte Einschlag des Themas, welches dahinter steht. Getrieben von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) haben erste Gerichte Fahrverbote für ältere Fahrzeuge angeordnet, da sich nach Sicht der Richter auf keinem anderen Wege die erforderliche Luftqualität umsetzen lasse. Die Aufstellung von Meßstationen, der EU-Grenzwert für Stickoxide und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit soll hier nicht das Thema sein. Für die Presse ist die Story ein gefundenes Fressen, schließlich lassen sich mit der Sparte „Angst“ (Angst um die individuelle Mobilität) Auflage bzw. Klicks machen und das wollen die Werbepartner nunmal, die reihenweise z.B. ach so umweltfreundliche Neuwagen inserieren.
Zum Zeitpunkt Ende November 2018 heißt das: das meiste ist noch nichts rechtskräftig, die Politik poltert in alle Richtungen (die CDU will gegen die Gemeinnützigkeit der DUH vorgehen [Quelle], Grüne fordern sogar das vollständige Ende des Verbrennungsmotors [Quelle] und sowohl Pendler als auch Oldtimer-Fans stehen schulterzuckend im Unklaren. Was man derzeit sagen kann:
>>> die von der Presse verpauschalisierten „Diesel-Fahrverbote“ richten sich auch gegen Benziner bis Euro 2, das sind durchaus als „schadstoffarm“ ausgewiesene Fahrzeuge mit elektronischer Einspritzung und G-Kat. Ebenfalls die Benziner-Norm „D3“ wäre betroffen, auch wenn sie viel besser ist als die ausgesperrte Euro 2 – sie ist aber eben keine Euro 3. [Quelle] Und damit wären ausnahmslos ALLE Fahrzeuge mit G-Lader betroffen, die noch keine H-Zulassung haben.
>>> das H-Kennzeichen muss aber kein Schlupfloch sein: zwar werden im Gesetz die Fahrzeuge mit historischer Zulassung aus Umweltzonen ausgenommen, denn diese haben einen Freifahrtschein über das „H“ auf dem Kennzeichen auch ohne Plakette in der Scheibe. Aber die Gerichtsurteile richten sich gegen die Abgasnormen der Fahrzeuge und sind damit unabhängig vom Begriff der Umweltzone. Und damit wäre es den Kommunen überlassen, H-Fahrzeuge den Zugang zu den neuen Sperrzonen zu gewähren oder nicht. Die Konsequenz könnte sein: die Innenstadt von Berlin und weitreichende Gebiete in Essen komplett oldtimerfrei – keine Treffen, keine Oldtimerausfahrten – nichts. Weder mit dem 1989er Rallye Golf noch mit dem 1912er Ford T. [Quelle]
>>> die Outlaws unter den Altauto-Fahrern, die auf eine Nichtkontrollierbarkeit des fließenden Verkehrs hoffen, könnten mit einem neuen Gesetzesentwurf ebenfalls geschasst werden, denn man denkt bereits über eine automatische Übewachung der Fahrverbote mittels Kennzeichenerkennung aus Videoüberwachung nach. [Quelle]
Fazit: wer sein Fahrzeug bislang durch Reparaturen, schonende Fahrweise und/oder Liebhaberei bis ins höhere Alter gepflegt hat, kann unter Umständen nächstes Jahr kräftig in den Po gekniffen werden. Was man von Unterhaltungs- und Haushaltselektronik in den letzten 20 Jahren gelernt hat, greift nun auch auf das Auto über: schmeiß weg, kauf neu. So rettet man den Planeten. Das sagt zumindest die Deutsche Umwelthilfe durch ihr Engagement im Sinne der Gemeinschaft.

Euer
Sebastian Winkler aka Mail Man G40

„Wir waren mal Zukunft“

„Wir waren mal Zukunft“ – VW Öko-Polo und XL1 in der aktuellen AUTO BILD (Heft 47/2018).

VW Öko-Polo und VW XL1 – dieses Paarshooting war schon immer ein Wunschtraum von mir. Im Sommer war es dann soweit und die AUTO BILD nahm das Thema der kleinen Diesel mit auf. Also „mal eben“ den Öko-Polo verladen und ab nach Norderstedt zum Autoverwerter Kiesow, wo vor der morbiden Kulisse tolle Fotos entstanden. Optisch ist es kaum zu glauben, dass die beiden vieles verbindet: der Zweizylinder-Diesel hat in beiden Fahrzeugen nahezu die gleichen Eckdaten – natürlich ist die Technik im über 100.000 Euro teuren XL1 wesentlich weiter: statt DI (Diesel-Direkteinspritzer) hat der XL1 einen CRD (Common-Rail-Diesel) und statt G-Lader einen Abgasturbolader – gepaart mit einer kleinen Hybrid-Einheit, die auch vollelektrisches Fahren ermöglicht.

Für mich war das eine faszinierende Erfahrung und an dieser Stelle seit auch dem Team der AUTO BILD noch einmal der ganz herzliche Dank ausgesprochen.

Weltrekord-Polo G40 aus dem AutoMuseum in Fashion-Outlet-Ausstellung

24.10.2018. Im Rahmen der Eröffnung des dritten Bauabschnitts des Wolfsburger Fashion Outlets wurde auch ein Showroom für klassische Volkswagen in Betrieb genommen. Bis Mitte 2019 zeigt er Fahrzeuge, die auf Grundlage das Lookbook von Volkswagen Zubehör, das grafische Grundlagen für die zahlreichen Merchandising-Hersteller bietet, ausgewählt wurden. Darunter ist der Polo G40, der einst in Ehra-Lessien mehrere Weltrekorde einfuhr – das schnelle Coupé gehört zu den Highlights des AutoMuseums. Volkswagen Classic hat die weiteren Exponate bereitgestellt, darunter exklusive Klassiker aus der Karmann Sammlung wie den Prototyp des Typ 3 Cabriolets und den brasilianischen TC 145. Volkswagen Heritage Leiter Dieter Landenberger und Museumsleiter Eberhard Kittler sind sichtlich stolz auf diese Schau. Geplant ist, an verkaufsoffenen Sonntagen die Besucher in den Pavillon zu entsprechenden Expertenführungen hineinzulassen.

Quelle: Stiftung AutoMuseum Volkswagen
Foto (C) Stiftung AutoMuseum Volkswagen
http://www.automuseum-volkswagen.de/


30 Jahre Volkswagen Corrado – Es lebe der Sport

„Der neue Corrado – So stellen wir uns einen Sportwagen vor.“ Unter diesem Motto findet 1988 vom 22. August bis zum 2. September in Nürnberg die internationale Pressevorstellung des Volkswagen Corrado statt. Die Erwartungen an das neue Modell sind groß, denn Volkswagen präsentiert ihn als seinen „ersten reinrassigen Sportwagen“. Als sportliches Topmodell und Imageträger für die Marke ist der Corrado viel mehr als nur ein höher positionierter Nachfolger des bereits seit 1974 erfolgreichen Scirocco. Mit dem Corrado G60 bringt Volkswagen ein progressives Hochtechnologie-Fahrzeug auf den Markt, das auf die gesamte Marke abstrahlen soll.

Die Entwicklung des neuen Modells beginnt bereits 1981 unter der internen Bezeichnung EA 494. Auf Basis des Golf der zweiten Generation soll ein 2+2 Sportcoupé entstehen, das attraktives Design mit hohem technischen Gegenwert verknüpft. Das unter Chefdesigner Herbert Schäfer entwickelte Styling nimmt Ideen der zukunftsweisenden Studie „Auto 2000“ auf und strahlt Kraft, Sportlichkeit und Eleganz aus. Besonders charakteristisch am Corrado sind seine breite C-Säule und der in die Heckklappe integrierte Spoiler, der ab einem Tempo von 120 km/h automatisch ausfährt und ihn zu einem Vorreiter auf dem Gebiet der adaptiven Aerodynamik macht.

Die innovative Dynamik kommt auch bei der Modellbezeichnung zum Ausdruck. Statt des ursprünglich vorgesehenen Namens „Taifun“ wird er „Corrado“ genannt, was vom spanischen Ausdruck „correr“ für spurten oder rennen abgeleitet ist. Nomen est Omen geht der Corrado entsprechend motorisiert an den Start: Als Antrieb dient ein 1,8-Liter-Reihen-Vierzylindermotor, der mittels mechanischem G-Lader auf 160 PS Leistung kommt. Damit spurtet der Corrado in 8,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Ende der 1980er sind dies respektable Sportwagenwerte, mit denen man gegen Wettbewerber vom Schlage eines Porsche 944 oder Opel Calibra 16 V problemlos bestehen kann. Ein weiteres Plus ist die für seine Zeit sehr umfangreiche Serienausstattung: ABS, Servolenkung, höhenverstellbare Sportsitze, Nebelscheinwerfer, grüne Color-Wärmeschutzverglasung und in Wagenfarbe lackierte, elektrisch einstellbare sowie beheizte Außenspiegel machen den Corrado zu einem gefühlten Mitglied der automobilen Oberklasse.

Trotz seiner zahlreichen Qualitäten wird der VW Corrado nicht zum Bestseller. Mit einem Grundpreis von 42.500 DM ist er kein Sonderangebot, obwohl die Summe angesichts der hohen Entwicklungskosten noch moderat kalkuliert ist. Auch die 1991 eingeführten Motorisierungen 16 V und VR6 ändern daran nicht viel, so dass im Oktober 1995 der letzte von 97.521 gebauten VW Corrado das Karmann-Werk in Osnabrück verlässt. Heute hat der VW Corrado den Sprung vom Gebrauchtwagen zum gesuchten Youngtimer längst vollzogen. Weltweit haben sich Corrado-Clubs formiert, und auch Volkswagen Classic setzt den Corrado inzwischen häufig als rollenden Markenbotschafter ein, wie beispielsweise bei der Rallye Sachsen Classic vom 23. bis 25. August 2018.

Quelle: Volkswagen AG
Foto (C) Volkswagen AG

Stark, sportlich, sommerlich: Volkswagen Classic auf Sachsenkurs mit G-Lader

„Stark, sportlich, sommerlich: Volkswagen Classic auf Sachsenkurs

Der VW Corrado 16V-G60 von Volkswagen Classic ist damals auf besondere Bestellung bei Volkswagen Motorsport umgebaut worden

Volkswagen Classic präsentiert sich in Sachsen aufgeladen wassergekühlt sowie sportlich luftgekühlt und schickt neun Fahrzeuge an den Start. Vier Youngtimer versprechen großen Fahrspaß im Zeichen des G-Laders: ein Polo G40 von 1992, ein 1989er-Golf II G60 Rallye und ein Passat Variant G60 von 1996 [sic!]. Eine echte Rarität und absoluter Hingucker ist der Corrado G60 16 V, ein 154 kW (210 PS) starkes Einzelstück, das 1989 zu Versuchszwecken bei Karmann in Osnabrück gebaut wurde.“
https://www.volkswagen-newsroom.com/de/pressemitteilungen/volkswagen-auf-sommertour-unterwegs-bei-der-sachsen-classic-2018-4093
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Urlaub 2018 – natürlich mit dem Polo G40

Mein Polo G40 VWM vor der Alexander von Humboldt II (das „Becks-Schiff„)

Ein fast 4.000 km langer Roadtrip mit zwei VW Polo G40 im wunderschönen Land der nördlichen Nachbarn. So ging es für Roman und mich am AK Bottrop mitten in der Nacht gemeinsam los, um staufrei an der Großbaustelle Hamburg vorbei zu kommen. Das hat auch hervorragend geklappt und wir konnten in Kiel das Schiff „Cap San Diego“ besichtigen und in Flensburg frühstücken. Anschließend ging es die überschaubare Reststrecke an der Westküste entlang auf die Insel Rømø.

Von dort aus ging es wie in meinem Roadtrip 2010 die Westküste hoch bis es nicht mehr ging – Skagen, der nördlichste Punkt Dänemarks, an dem Nord- und Ostsee ineinander fließen. Auf der Ostseite ging es wieder südwärts bis nach Hadsund, wo wir das VW-Treffen „Danes & Dubs“ in unseren Roadtrip einschlossen. Weiter ging es südlich an die „dänische Südsee“, über die Inseln Fünen, Langeland und Lolland. Mit der Fähre nach Fehmarn setzten wir wieder nach Deutschland über und fuhren von da aus nach insgesamt acht Tagen zurück nach Hause.